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Entzündliche Darmerkrankungen
Symptome, Krankheitsbilder & Therapiemöglichkeiten

Operative Methoden und die SILS-Technik

Letzte Aktualisierung 08. Januar 2021

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen. Eine der Behandlungsmethoden ist eine Operation (OP), die immer dann die richtige Wahl ist, wenn alle anderen Behandlungsmethoden nicht in Betracht kommen.

1. Morbus Crohn

Da bei Morbus Crohn alle Darmabschnitte betroffen sein können, ist eine operative Heilung nicht möglich. Das bedeutet, dass sich die operative Behandlung ausschließlich darauf konzentriert, die Probleme zu beseitigen, die allein mit Medikamenten nicht mehr behandelbar sind. Operativ entfernt werden lediglich Abszesse und Fisteln im Bauchraum oder im Schließmuskelbereich. Nur in seltenen Fällen muss ein künstlicher Darmausgang angelegt werden.

2. Colitis ulcerosa

Im Langzeitverlauf kann die Colitis ulcerosa die Entstehung von Darmkrebs begünstigen. Allerdings kommt es im Vorfeld zu Schleimhautveränderungen, die durch feingewebliche Untersuchungen und durch eine Darmspiegelung festgestellt werden können. Die Behandlung erfolgt zunächst einmal medikamentös. Ist die Wirkung der medikamentösen Therapie unzureichend, treten stattdessen Nebenwirkungen auf, oder kommt es zu einer Entstehung von Darmkrebs, bleibt nur die Operation als Behandlungsmethode. Nur in einigen Ausnahmefällen reicht eine Teilentfernung des Dickdarms aus. Meistens muss jedoch eine Totalentfernung vorgenommen werden, wobei der anale Schließmuskel erhalten wird, während der Dünndarm als Ersatzenddarm fungiert. In Folge kann es deshalb zu einer erhöhten Stuhlfrequenz kommen.

3. Divertikulitis und Sigmadiverkulitis

Kommt es zu ersten Beschwerden, reichen zunächst die Gabe von Antibiotika und sowie eine Ernährungsumstellung und Bewegung aus. Sind die Symptome schwerwiegender, zeigen sich beispielsweise Blutungen, Fisteln, Abszessen oder gar einer Perforation der Darmwand, ist eine Operation empfehlenswert. Dabei werden die Divertikel tragenden Darmabschnitte entfernt.

Die SILS-Technik und was für sie spricht

Die in unserer Klinik favorisierte Behandlungsmethode bei entzündlichen Darmerkrankungen ist die SILS Technik – und dafür gibt es gute Gründe. Bei der Single Incision Laparoscopic Surgery (SILS) handelt es sich um eine Weiterentwicklung der minimalinvasiven Chirurgie. Der Vorteil ist, dass für eine OP ein einzelner Zugang ausreicht, der aufgrund seiner geringen Größe weniger anfällig für Folgewirkungen ist. Wir erzielen auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mit dem SILS-Port hervorragende Ergebnisse. Das gilt insbesondere für Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa, aber auch für die Divertikulitis und die Sigmadivertikulitis. Die Schnittlänge liegt bei rund 2,5 bis 4 Zentimetern und liegt damit deutlich unter der einer herkömmlichen Operationsnarbe im Bauchbereich. Der Vorteil der SILS Technik beruht insbesondere darauf, dass das Auftreten von Wundinfekten deutlich reduziert wird. Gleiches gilt für die Dauer der Operation, die deutlich unter der einer konventionellen Bauch-OP liegt, sowie für die stationäre Liegezeit, die auf rund 10 Tage verkürzt wird. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die SILS-Technik ein sicheres und praktikables Verfahren für die Be-handlung von Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen ist. Nicht nur die Schnittlänge, sondern auch die Wundlänge wird reduziert. Darüber hinaus werden nach einer Bauch-OP auftretende mögliche Komplikationen deutlich minimiert. Das gilt für Verwachsungen an der Narbe ebenso wie für Verwachsungen im Darm und im Unterbauch. Gerne informieren wir Sie im Detail über die SILS-Technik und beantworten Ihre Fragen. Kontaktieren Sie uns! 

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