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Schilddrüsenoperationen

Gründe, Arten und Ablauf einer Schilddrüsenoperationen

Letzte Aktualisierung 15. Januar 2021

Eine Schilddrüsenoperation wird immer dann durchgeführt, wenn andere Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind oder sie die einzige Option ist. Dabei werden Teile der Schilddrüse entfernt und in selteneren Fällen auch die gesamte Hormondrüse. Wann eine Schilddrüsen-OP notwendig ist, welche Arten von Operationen es gibt, und wie sie durchgeführt werden – wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Gründe für eine Schilddrüsenoperationen

Einer der häufigsten Gründe für eine Operation der Schilddrüse sind bösartige Neubildungen. Gleiches gilt für Knoten, bei denen keine Aussage darüber getroffen werden kann, ob sie gutartig oder bösartig sind. Eine Schilddrüsen-OP kommt auch bei einem schweren Verlauf von Morbus Basedow, einer ungesteuerten Produktion von Schilddrüsenhormonen, bei einer Schilddrüsenvergrößerung sowie bei einer massiven Stoffwechselentgleisung im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenüberfunktion in Betracht.

Verschiedene Arten von Schilddrüsenoperationen

Im medizinischen Fachjargon wird die Schilddrüsenoperation auch als Thyreoidektomie oder Thyroidektomie bezeichnet. Abhängig von der Grunderkrankung werden mehrere Operationsmethoden unterschieden: 

  • Hemithyreoidektomie: Entfernen eines Schilddrüsenlappens
  • Subtotale Schilddrüsen-OP: Entfernen des überwiegenden Teils der Schilddrüse
  • Enukleation: Entfernen eines Knotens
  • Thyreoidektomie: Vollständiges Entfernen der Schilddrüse

Neben den genannten operativen Methoden, die unter Vollnarkose stattfinden, gibt es auch minimalinvasive OP-Techniken, denen die Zukunft gehört. Dabei werden Teile der Schilddrüse oder die vollständige Hormondrüse über eine Sonde entfernt. Der Vorteil ist, dass nur kleinste Hautschnitte notwendig sind, die schneller vernarben und später kaum sichtbar sind. Wir sind diesbezüglich auf dem neuesten Stand und versuchen, die minimalinvasive Methode anzuwenden, wann immer es möglich ist. 
 

Der Ablauf einer Schilddrüsenoperationen

Regelmäßig findet eine Schilddrüsenoperation unter Vollnarkose statt. Das Operationsfeld wird desinfiziert und mit sterilen Tüchern abgedeckt, wobei die vordere Halsregion für die Vornahme des Eingriffs ausgespart wird. Die Beschaffenheit des Eingriffs ist abhängig von der jeweils zugrunde liegenden Schilddrüsenerkrankung. 

  • Bei einer Hemithyreoidektomie wird lediglich einer der beiden Schilddrüsenlappen entfernt. Die OP beginnt mit einem Hautschnitt, der eine Länge von vier bis fünf Zentimetern aufweist. Anschließend wird der Schilddrüsenlappen entfernt, indem das Bindegewebe durchtrennt wird, das die beiden Schilddrüsenlappen miteinander verbindet. 
  • Die subtotale Schilddrüsen-OP ist ein eher seltener Eingriff. Er kommt nur ausnahmsweise zum Einsatz, wenn die Schilddrüse von eigenständig hormonproduzierenden Zellen übersät ist. Dabei wird versucht, das gesunde Schilddrüsengewebe möglichst zu erhalten, sodass lediglich das kranke Gewebe entfernt wird. 
  • Um einen Knoten zu entfernen, wird die Enukleation als Operationsmethode angewandt. Ein kleiner Schnitt reicht aus, um den Zugang zum Knoten freizulegen, der mit einem feinen elektrischen Messer oder mit einer Ultraschallschere entfernt wird. 
  • Bei der Thyreoidektomie, dem vollständigen Entfernen der Schilddrüse, ist ein Hautschnitt mit einer Länge von vier bis fünf Zentimetern erforderlich, um die Schilddrüse freizulegen. Anschließend wird die Schilddrüse mit oder ohne Nebenschilddrüsen entfernt. Sie haben lediglich die Größe eines Reiskorns und befinden sich an unterschiedlichen Stellen im Hals. 

Im Anschluss an die Schilddrüsenoperation wird das Muskel- und Fettgewebe mit einem selbst auflösenden Faden vernäht. Danach folgt die Hautschicht, die spannungsfrei geschlossen und verbunden wird, um eine unästhetische Narbenbildung zu vermeiden.
 

Nach der Schilddrüsenoperation

Als Patient sollten Sie wissen, dass eine Schilddrüsenoperation ein chirurgischer Routineeingriff ist, der meistens ohne Komplikationen verläuft. Nach der Operation kann es zu Wundschmerz, Nachblutungen oder zu einer Wundheilungsstörung kommen, die sich leicht behandeln lassen. Anderes gilt, wenn die Schilddrüse vollständig entfernt wurde. Dann fehlen die von der Hormondrüse gebildeten Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Das bedeutet, dass diese Hormone dauerhaft in Form von Hormonpräparaten beziehungsweise Tabletten zugeführt werden müssen. Eine Kontrolle des Hormonspiegels macht eine individuelle und bedarfsgerechte Dosierung möglich. Wird lediglich ein Teil der Schilddrüse entfernt, ist eine Hormonersatztherapie regelmäßig entbehrlich.

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